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Redaktion
25.01.2012

Sparen auf Österreichisch

Kommentar von Michael Fichtinger zum Leitartikel "Sparpaket eine österreichische Lösung" (WB 13.1.2011) vom 17. Jänner 2011

Ihre Analyse zum Sparpaket bzw. dessen „österreichische Variante“ ist leider völlig zutreffend. Die beiden Regierungsparteien haben vor lauter Angst Wähler an den lachenden Dritten zu verlieren nun auch die letzte, ohnehin nur noch rudimentär vorhandene Verantwortung über Bord geworfen.

 

Anstatt endlich ihren Job zu machen, gewinnt man immer mehr den Eindruck das die Herren Faymann und Spindelegger ausschließlich damit beschäftigt sind, ihrem (weitgehend nur noch vermeintlichen) Klientel eventuelle Einschnitte zu ersparen.

Wenn man sich schon nicht traut die Privilegien von Beamten, Bauern (VP) oder Pensionisten und  Mitarbeitern staatsnaher Betriebe (SP) zu hinterfragen, könnte man doch endlich den, wie auch vom Rechnungshof erkannt,  längst überfälligen und zugleich effektivsten Schritt setzen:
Abschaffung der Landtage, Landesregierungen und deren Geldvernichtungsmaschinerie.

Die andere Variante wäre den Ländern Steuerhoheit einzuräumen, wären sie auch für die Beschaffung der Mittel zuständig, würde das mit Sicherheit zu wesentlich mehr Effizienz bei den Ausgaben führen. Gegen Vorschläge dieser Art wehren sich alle Landeshäuptlinge reflexartig. Dabei wäre gerade jetzt die Parität zwischen Rot und Schwarz gegeben.

Die  Perspektivenlosigkeit dieser Bundesregierung lässt aber befürchten, dass es so weiter geht wie bisher. Der Verlust des Tripple A wird wohl nicht als Warnsignal, sondern höchstens als lästige Unannehmlichkeit empfunden werden.

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/504070/index.do